Mars

Erdringe_4-Entstehung

Mars | Quelle: NASA/JPL/MSSS

Mars | Quelle: NASA/JPL/MSSS

Mars, unser äußerer Nachbar, ist nur etwa halb so groß wie die Erde und etwa zehnmal leichter. Es mag daher verwundern, dass er sich ähnlich bewegt wie unsere Erde: Ein Tag auf dem Mars dauert nur etwa 40 Minuten länger als auf der Erde.

Auf dem Mars gibt es ebenso Jahreszeiten wie bei uns, weil seine Achse relativ zur Bahnebene ähnlich stark geneigt ist wie die Erdachse. Doch die Jahreszeiten auf dem Mars dauern fast zweimal so lange wie bei uns, weil der rote Planet knapp 2 Jahre braucht, um einmal die Sonne zu umrunden.

Schon im 18. Jahrhundert beobachteten die Astronomen jahreszeitliche Veränderungen auf der Marsoberfläche. Die Polkappen dehnten sich im Winter aus und schmolzen im Sommer dahin; eigenartige Flecken wurden heller und erschienen vor dem rötlichen Umfeld fast grünlich, verblassten aber wieder mit dem herannahenden Winter. Deswegen glaubten viele Menschen seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, dass es auf dem Mars Lebensformen geben müsse.

Bahn

Der Mars ist am besten zu beobachten, wenn er der Sonne am Himmel gegenübersteht. Bei einer solchen Oppositionsstellung rückt der Mars ziemlich nahe an die Erde heran und wendet uns seine sonnenbeschienene Seite zu.

Da die Marsbahn alles andere als kreisförmig ist, verändert der Mars seinen Abstand zur Sonne und damit auch zur Erdbahn. Wenn eine Marsopposition im sonnennächsten Punkt der Marsbahn eintritt, rücken Mars und Erde besonders nahe zusammen – der Abstand ist dann lediglich halb so groß wie bei einer ungünstigen Opposition. Vor dem Zeitalter der Raumfahrt boten solche sonnennahen Marsoppositionen die besten Beobachtungsmöglichkeiten.

Größenvergleich Erde-Mars | Quelle: NASA/JPL/MSSS

Größenvergleich Erde-Mars | Quelle: NASA/JPL/MSSS

Atmosphäre

Sieht man vom rosaroten Himmel ab, so zeigen die Landschaften auf dem Mars große Ähnlichkeit mit den Wüstengebieten Arizonas. Aber kalt ist es dort! Selbst am Äquator klettert die Temperatur nur für ein paar Stunden um die Mittagszeit auf über Null Grad, während sie nachts um fast hundert Grad absinkt. Das Eis in den Polgebieten ist von Kohlendioxidschnee bedeckt.

Das Rosa des Himmels wird durch Staubteilchen hervorgerufen, die während der alljährlich wiederkehrenden Staubstürme aufgewirbelt werden. Die Luft auf dem Mars ist zwar extrem dünn, doch können die Windgeschwindigkeiten 360 km/h erreichen. Die gewaltigen Staubstürme können Wochen andauern, und der Planet scheint unter den heulenden Sturmböen zu erzittern. Diese aufgewirbelten Staubwolken verdunkeln die Sonne, erreichen Höhen von mehreren Dutzend Kilometern und werden über weite Strecken fortgeweht.

Physikalische Daten

 MarsErdeVerhältnis
Gesamtmasse (1024 kg)0,641855,97360,107
Volumen (1010 km3)16,318108,3210,151
Äquatorialer Radius (km)3.397,06.378,10,533
Polarer Radius (km)3.375,06.356,80,531
Mittlerer Radius (km)3.390,06.371,00,532
Kern Radius (km)1.7003.4850,488
Abplattung0,006480,003351,93
Mittlere Dichte (kg/m3)3.9335.5150,713
Schwerkraft a. d. Oberfläche (m/s2)3,699,780,377
Fluchtgeschwindigkeit (km/s)5,0311,20,450
Bond Albedo0,2500,3060,817
Visuelle geometrische Albedo0,1500,3670,409
Visuelle Magnitude V (1,0)-1,52-3,86-
Solare Einstrahlung (W/m2)589,21.367,60,431
Schwarzkörper-Temperatur (K)210,1254,30,826
Max. Höhenunterschiede (km)30201,500
Trägheitsmoment (I/MR2)0,3660,33081,106
Anzahl Monde21
RingsystemKeinesKeines

 

 

 

GSE-Team April 2015 RPK