Monatsarchive: Dezember 2014

„Wie kommt das Licht in den Kristall?“

Über 600 Hamburger Schulkinder besuchten Anfang Dezember die Meneralien Messe. 340 Mädchen und Jungen kamen aus katholischen Schulen der Hansestadt. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen vier bis elf waren Teilnehmer einer Schülerrallye, die kreuz und quer über das Messegelände am Fernsehturm führte.

„Das Ziel der Veranstaltung ist es, die Schüler für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu begeistern“, erklärte Hans-Martin Gürtler, Projektleiter von GeoSystemErde und Mitinitiator der Schülerrallye, die bereits seit über zehn Jahren Schulkinder faszinieren und staunen lässt. Je nach Altersstufe – von der Grundschule bis zur Oberstufe – variiert der Schwierigkeitsgrad der Fragen: „Wie kommt das Licht in den Kristall?“, heißt es da zum Beispiel, oder „Welches Kristallsystem hat Opal?“ und „Aus wie viel cm Schnee werden 1 cm Gletschereis?“

Alethea und Jasmin, aus der 6. Klasse der Schule an der Hammer Kirche, waren begeistert: „Toll sind diese Steine, die außen aussehen wie ein grauer Stein und innen voller Glitzer und Kristalle sind.“

Weiterhin konnten die Kinder und Jugendlichen auch Mammutzähne ausgraben, Gold waschen oder Opale schleifen, als eine der zahlreichen Mitmachaktionen auf der Messe, die sich u.a. als Bühne für naturwissenschaftlichen Unterricht versteht und als Plattform für den Kontakt zu Vereinen, Werkstätten und Museen.

Filmbeitrag siehe: mineralien-hamburg.de/presseservice/

Bild: Jasmin (li.) und Alethea staunen über Kristallformen
Foto: Heidrun Zierahn

Weihbischof Jaschke ist Schirmherr für GeoSystemErde

Am 2. Dezember übernahm Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke bei seinem Besuch an der Schule Hammer Kirche die Schirmherrschaft für das Projekt GeoSystemErde. Alle Katholischen Schulen sind eingeladen im Rahmen des Querschnittsprojektes zu Themen der Geografie, Ökosystem Erde, Geschichte und Globalisierung zu arbeiten.

Das von Hans-Martin Gürtler koordinierte Projekt beinhaltet Unterrichtsangebote für alle Schulformen, Fächer- und Jahrgangsübergreifend, auch an außerschulischen Lernorten. Weihbischof Jaschke zeigte sich sehr interessiert an dem breit angelegten Themenspektrum von GeoSystemErde: von der Urzeit der Erde über das Klima bis zur Globalisierung.

Einige Kooperationspartner von GeoSystemErde stellten im Bildungsraum an der Schule Hammer Kirche ihre Projekte vor. Ansgar Adamski, Physiklehrer an der St. Ansgar Schule, demonstrierte sein Forschungsprojekt „Bebende Erde“. Ein Seismograph hatte im Keller der Schule Erdbebenwellen von den Philippinen aufgezeichnet, diese untersuchten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht.

Steffen Kobs, vom Niels-Stensen-Gymnasium, stellte sein Fächerübergreifendes Projekt „Coltan“ vor. Als Lehrer für Geografie, Geschichte, Naturwissenschaft und Politik-Gesellschaft-Wirtschaft, konnte er in jedem dieser Fächer das Thema Handy bearbeiten. Die Schüler der achten Klasse präsentierten das Thema in der Öffentlichkeit.

Der Geologe Johannes Jannsen besucht mit seiner Ausstellung „Urzeit aus dem Koffer“ Klassen und ganze Schulen. Im Werkstattunterricht können die Kinder Fossilien gießen und Dinosaurier-Eier oder Haifischzähne anfassen.

Auch andere Gäste und Partner berichteten über Ihre Ideen zum Projekt GeoSystemErde. So die ökumenische Kita mit Themen zur Schöpfungswoche oder das Öko-Projekt „Essbare Landschaften“. Einige Kinder führten dem Weihbischof an Bildschirm-Mikroskopen vor, wie ein Mückenbein aus der Nähe aussieht.

Am meisten beeindruckten Weihbischof Jaschke die filigranen Strukturen in den Mustern und Farben von Mineralien. „Es ist faszinierend, dass die Schöpfung so viel Schönheit hervorbringt, als ob es ein kreativer Architekt geplant hätte“, bemerkte er zum Abschied. Gerne übernimmt er das Amt des „Geistlichen Beirates“ für das Projekt GeoSystemErde.

Auf dem Bild (v.l.): Hans-Martin Gürtler (Projektleiter), Erhard Porten (Leiter des Schulverbandes) und Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke

Foto: Heidrun Zierahn